Energiesparhaus – der Baustandard der Zukunft

Die Energieeffizienz einer Immobilie ist heute so wichtig wie nie zuvor. Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Energiesparhaus. Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter dieser Bezeichnung? Es gibt keine allgemein gültige Definition, die den Begriff des Energiesparhauses eindeutig erklären würde. Denn der Begrifft steht nicht für eine bestimmte Bauweise, sondern beschreibt verschiedene, festgelegte Baustandards. Die deutsche Bauwirtschaft kennt viele solcher Standards, die jeweils durch eigene Normen und Verordnungen klassifiziert werden. Ob Massivhäuser oder Fertighäuser, es gibt viele Optionen den Traum vom sparsamen und nachhaltigem Hausbau wahr werden zu lassen. Die verschiedenen Möglichkeiten sein Haus gemäß dieser Standards zu bauen und zu finanzieren, wollen wir ein mal genauer unter die Lupe nehmen. Denn Energiesparhäuser weisen den Weg in die Zukunft.

Das Passivhaus

Ein Passivhaus bezeichnet ein Gebäude, das ohne eine konventionelle Heizanlage auskommt, indem es von einem ausgeklügelten Klimasystem, bestehend aus einer hervorragenden Dämmung, passiver Wärmenutzung und einer luftdichten Bauweise, profitiert. Die Häuser werden so gebaut, dass der Verlust von Wärme reduziert wird frei zur Verfügung stehende Wärme verwertet wird. Ein Passivhaus nutzt die Sonnenwärme der Fensterflächen genauso wie die Wärmeabgabe von technischen Geräten optimal aus. Dadurch sinken die Heizkosten um 80 bis 90 Prozent. Doch es gibt auch Faktoren, die Bewohner von Passivhäusern als eher unangenehm empfinden.

Vorteile von Passivhäusern

  • enorme Ersparnis bei den Heizkosten ( 80 bis 90 Prozent)
  • gleichbleibende Temperaturen im Haus das ganze Jahr über
  • kostenlose Energiequellen werden genutzt
  • fast jedes Haus kann zum Passivhaus umgerüstet werden

Nachteile von Passivhäusern

  • da luftdicht gebaut wird, ist eine Lüftungsanlage unverzichtbar
  • manche Bewohnern fehlt das fühlbare Wärmeerlebnis durch die gleichbleibenden Temperaturen
  • höhere Baukosten als bei einem konventionellen Haus

Finanzierung

Passivhäuser können von der KFW gefördert werden, wenn der Jahresenergieprimärbedarf nicht größer als 40 kWh und der Jahresheizwärmebedarf nicht größer als 15 kWh pro Quadratmeter ist.

Passivhaus

Bildquellenangabe: ©Michael Lorenzet / pixelio.de

Das Nullenergiehaus

Das Nullenergiehaus zeichnet sich dadurch aus, dass es seinen kompletten Strom- und Wärmebedarf selbst produziert. Realisiert wird dies beispielsweise durch Solarsysteme in und am Haus und photovoltaische Anlagen. Neben einer guten Dämmung und einer Lüftungsanlage, muss in teure Sonnenkollektorflächen und einen Solar-Wasserspeicher investiert werden. Außerdem wird die Wasserversorgung durch die Aufbereitung von Regenwasser sichergestellt. Für das Bauvorhaben muss in der Regel eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Vorteile von Nullenergiehäusern

  • autarkes Heizsystem
  • staatliche Förderungen aufgrund der Solarsysteme
  • nachhaltiges Bauen

Nachteile von Nullenergiehäusern

  • großer technischer Aufwand beim Bau
  • hohe Kosten für Hausbau und Gebäudeausrüstung
  • Baugenehmigung wird benötigt

Finanzierung

Die gute Umweltbilanz des Nullenergiehauses sorgt für eine umfangreiche Subventionierung. Die staatliche Kreditanstalt KFW vergibt zinsgünstige Kredite mit dem Förderprogramm Ökologisch Bauen an zukünftige Bauherren. Bei weiteren Fragen zu Baukosten und Energiesparhäuer können Sie hier mehr Informationen finden.

ökologisches Energiesparhaus

Bildquellenangabe: ©Luise / pixelio.de

Das Effizienzhaus

Effizienzhäuser sind Immobilien, die einen besseren energetischen Standard aufweisen, als der Gesetzgeber vorschreibt. Die Effizienzhäuser werden von der staatlichen Bankengruppe KFW um so stärker gefördert, je energieeffizienter das Gebäude ist. Erreicht werden kann die höhere Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung, gute Dämmung von Fenstern, Wänden und Dach, sowie einer Holzpelletheizung und Solarkollektoren. Die KFW unterscheidet drei verschiedene Standards von Effizienzhäusern. Das KfW-Effizienzhaus 70,das KfW-Effizienzhaus 55 und das KfW-Effizienzhaus 40.

Vorteile der Effizienzhäuser

  • Energiekosten verringern sich
  • gute Investition in die Zukunft
  • Nachhaltigkeit
  • gute Förderungsmöglichkeiten

Nachteile der Effizienzhäuser

  • höhere Baukosten
  • Sachverständiger muss für die energetische Planung und Baubegleitung übernehmen

Finanzierung

Die KFW fördert den Bau von Effizienzhäusern mit zinsverbilligten Darlehen und einem Tilgungszuschuss

Effizienzhaus

Bild: GHR/Pixabay.com

Titelbild: Hans/Pixabay.com

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