Stromerzeugung im Garten

Strom im Garten – Mehr Spaß im Grünen

Wer einen Garten sein eigen nennt, ist gerne im Freien und genießt die Natur. Das heißt aber nicht, das ein Gartenbesitzer keine Technik benutzen möchte. Das beginnt bei der Beleuchtung im Gartenhaus und an den Wegen, auch ein Kühlschrank oder ein Mikrowelle sind nicht verkehrt und Fußball Bundesliga am TV-Gerät verfolgen macht im Garten sogar deutlich mehr Spaß, ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art.

Das das alles auch möglich ist, bedarf aber einer Grundvoraussetzung, der Garten muss mit elektrischen Strom versorgt werden.
So wie viele Wege nach Rom führen, gibt es auch ganz verschiedene Möglichkeiten, diese Versorgung abzusichern. Nachfolgend einige Hinweise, welche Wege der Stromversorgung angedacht werden können und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben.

Strom im Garten – was Sie beachten sollten

Der Klassiker – Strom aus der Leitung

Befindet sich in der Nähe eines Garten ein Stromanschluss eines Energieversorgers, bietet es sich an einen eigenen Stromzähler am Gartengrundstück installieren zu lassen. Über diesen Anschluss kann man sich dann mit Strom versorgen. Zwei Bedingungen sind zu beachten, die Kosten trägt der Gartenbesitzer und die Ausführung dieses Anschlusses obliegt einem Fachmann.

Kabeltrommel

Für kleine Sachen reicht die Kabeltrommel zur Stromversorgung!

  • Je nach Größe des Gartens und Nutzungsart bleibt dann zu entscheiden, wie der Strom vom Anschluss abgenommen wird. Bei Gelegenheitsbedarf reicht vielleicht die Kabeltrommel, um das Gartenhäuschen oder den elektrischen Rasenmäher zu versorgen.
  • Wer jedoch regelmäßig Zeit im Garten verbringt, sollte ein Erdkabel verlegen. Es führt den Strom vom Zählerkasten am Grundstücksrand, zum Gartenhäuschen, was dadurch ständig mit Strom versorgt ist. Auch hier empfiehlt es sich einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Er bestimmt den richtigen Kabeldurchschnitt, welche Kabelart geeignet ist und gibt auch Tipps für die richtige Verlegung im Gartengrundstück. Mehr Infos dazu finden Sie hier.
  • Wer ein großes Grundstück hat, sollte unbedingt Stromabnahmemöglichkeiten auf dem Grundstück mit einplanen. Dafür gibt es im Außenbereich zugelassene spritzwassergeschützte Steckdosen, die in Säulen, Figuren oder anderen modischen Designausführungen, untergebracht sind.

Strom aus dem Generator – Schnell, sauber und flexibel

Wer keinen Stromanschluss am Grundstück anliegen hat, oder aber auch keinen Anschluss verlegen möchte, der kann auf einen Stromgenerator zurückgreifen. Diese kleinen, handlichen Geräte verbrennen Kraftstoff und wandeln diese gewonnene Energie in elektrischen Strom um.
Ist das Gartenhäuschen von einem Fachmann mit elektrischen Leitungen und Steckdosen ausreichend ausgestattet worden, kann dieses Leitungsnetz bequem über einen solchen Generator mit elektrischen Strom versorgt werden. Inverter Generatoren übernehmen überall dort die Erzeugung von Strom, wo hochwertige Geräte wie Mikrowellenherde, Kühltruhen, HiFi-Geräte, Fernseher, Computer und SAT-Receiver störungsfrei betrieben werden sollen.

Solche Generatoren gibt es in ganz unterschiedlichen Auslegungen bezüglich Kapazität. Je nach Strombedarf des Gartenbesitzers kann er aus einer Versorgungspalette wählen, die von unter einem KW bis zu 5,5 KW reicht. Es gibt auch noch stärkere Stromerzeuger, aber diese Bandbreite ist absolut ausreichend, um die möglichen Bedarfsfälle im Garten abzudecken. Das betrifft nicht nur elektrische Geräte wie Fernseher, Computer oder Kühlschrank, das betrifft auch elektrische Gartenwerkzeuge wie Heckenschere, Häcksler oder Rasenmäher. Auch wer in seinem Garten eine kleine Werkstatt eingerichtet hat, ein Elektrohobel, der Winkelschleifer oder eine professionelle Bau- und Tischkreissäge, sind versorgungstechnisch kein Problem.
Bezüglich Sicherheit sind Generatoren ebenfalls erste Wahl.

Sie gewährleisten eine gleichbleibende Qualität des Stroms. Ohne Spannungsschwankungen werden sensible Geräte wie Computerm Fernseher oder HiFi Anlagen mit stabilem Strom versorgt. Das sichert ihre Lebensdauer und schließt Schäden durch Stromschwankunen aus.
Der Betrieb der Inverter-Stromerzeuger läuft ebenfalls unter hohen Sicherheitsstandards und wird ständig überwacht. Bei Ölmangel oder Überlast wird automatisch abgeschaltet. Durch die automatische Drehzahlregulierung wird darüber hinaus gesichert, das der Generator besonders energiesparend arbeitet.

Solar im Garten

Solarzellen müssen nicht immer aufs Dach!

Erneuerbare Energie – Auch für das Gartenhaus eine Alternative

Wer seinen Strom fürs Gartenhaus besonders umweltbewusst sichern möchte, der kann auf Sonne und Wind als Quellen zurückgreifen. Die Palette der Lösungen mit Hilfe von Solarstrom reicht von einfachen Beleuchtungseffekten, bis zur Gesamtversorgung des Gartenhäuschens, inklusive aller denkbaren elektrischen Geräte.
Solarzellen für die Beleuchtung von Wegen, der Außenbeleuchtung des Gartenhäuschens oder dem Eingangsbereich am Gartenzaun, sind effektiv und werden in vielen Varianten angeboten. Sei es im Design einer Lampe oder integriert in eine Figur, einen künstlichen Stein oder futuristischen Gartenmöbel, jeder Geschmack wird bedient, um Beleuchtung und optische Gestaltung der Lichtquelle, in einen schmückenden Einklang zu bringen.

Die autarke Stromversorgung des gesamten Grundstücks ist ebenfalls möglich. Dafür reichen bereits wenige Quadratmeter, die mit Solarzellen bestückt sind, oft auch in Kombination mit einem Windrad. Die Standfläche der Solarzellen kann zum Beispiel das Dach des Gartenhäuschens sein, aber auch eine Freifläche oder ein Carport.

Kernstück der Unabhängigkeit ist dabei die Speicherung der Sonnenenergie über Batterien. Damit wird gesichert, dass immer Strom zur Verfügung steht, auch dann, wenn die Sonne nicht scheint. Nachteil dieser Komplettlösungen ist der hohe Preis. Diese Investition rechnet sich nur sehr langfristig. Andererseits ist sie ökologisch die beste Variante und steht im Einklang mit der Naturverbundenheit eines Gartens.

Fazit

Die Versorgung eines Gartengrundstücks mit elektrischen Strom ist nahezu immer möglich. Für die Realisierung dieses Wunsches gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten.

  1. Wer schnell und flexibel seinen Strom benötigt liegt mit einem Generator absolut richtig. Die Stromerzeugung über einen Inverter sichert dabei eine stabile Spannung und schützt sensible Geräte wie TV, Compueter oder HiFi Anlagen vor Schäden durch Spannungsschwankungen.
  2. Wer die Möglichkeit eines Stromanschlusses in der Nähe seines Gartengrundstückes besitzt, kann über die Verlegung eines Erdkabels sein Gartenhäuschen dauerhaft mit Strom versorgen. Es ist die stabilste Lösung, solange der Energieversorger liefert.
  3. Die ökologisch beste Lösung ist der Einsatz von Solarstrom. Das gilt sowohl für Teilbereiche, wie die Beleuchtung, als auch für die Gesamtversorgung des Gartenhäuschens, inklusive aller denkbarer Technik. Diese Lösung verlangt allerdings den höchsten Investitionsaufwand.

Für alle Lösungen gilt aber ein wichtiger Grundsatz:
Elektrische Leitungen und Anschlüsse im Gartenhäuschen gehören in die Hand eines Fachmanns. Gerade im Gartenbereich, wo Feuchtigkeit und Wasser eine unvermeidliche Rolle spielen, ist elektrischer Strom besonders umsichtig zu installieren.
Das dient der eigenen Sicherheit und schützt auch vor negativen finanziellen Folgen bei einem Defekt. Keine Versicherung übernimmt die Regulierung eines Schadens, der Folge einer mangelhaften Installation von elektrischen Anschlüssen ist, die der Gartenbesitzer im Do-it-yourself Verfahren verlegt hat. Der Einsatz eines Elektrikers ist hier ohne Alternative.

So kommt Licht in Ihren Garten!

Bilder:
Titelbild – Urheberrecht: cteconsulting / 123RF Stockfoto
Kabeltrommel – Urheberrecht: pawelhelbik / 123RF Stockfoto
Solar – Urheberrecht: aireo / 123RF Stockfoto

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